• 03Sep

    Lohme (Rügen) – Thiessow (Rügen)

    Der KönigsstuhlIn der Nacht zog eine Regenfront über uns hinweg und der Wind frischte merklich auf. Der Barometer-Graph zeigte um kurz nach fünf Uhr den niedrigsten Druck, danach stieg das Barometer das erste mal seit Tagen wieder, wenn auch nur um wenige hPa. Der Morgen begüßte uns zunächst noch mit grauem und regnerischem Himmel, später lockerte die Bewölkung auf. Im Hafen lagen wir vor dem strammen Westwind noch gut geschützt, draußen in der Bucht sah man aber schon einige Schaumkronen auf dem Wasser.

    Nach dem Frühstück kaufte Martin noch frische Schollen für den Abend, dann machten wir uns in wetterfester Kleidung bereit und liefen auch schon bald aus. Da Kap Arkona uns noch abdeckte waren die Wellen noch mäßig, zunächst liefen wir auf einem Raumschotskurs bei 20 Knoten Wind in Richtung der beeidruckenden Kreidefelsen von Rügen. Der Kaiserstuhl präsentierte sich ungewohnt ohne Nebel, Regen, Dunst und in erfreulicher Nähe in einem leichten Hauch von Sonne.

    Frische SchollenUm die Insel herum drehte der Wind etwas und so konnten wir mit einem Anlieger an Sassnitz vorbei in Richtung Nordperd segeln, dort ging es noch am Wind vorbei, bis wir schließlich durch die Landtief-Rinne kreuzen mußten. Nachdem wir die Untiefen umfahren hatten ging es in Richtung der Tonnen Thiessow und Zicker. Dort bargen wir das Groß und liefen unter Fock durch den Tonnenstrich nach Thiessow.

    Entgegen der Hoffnung, die die Angaben des Hafenhandbuches machten, hatte sich hier nicht so viel getan. Uns begrüßte noch immer der Fischereihafen, der dem Sportsegler nur bedingte Annehmlichkeiten zu bieten hat. Davon ließen wir uns aber nicht schrecken und legten trotzdem an. Martin und Martin nahmen die Schollen aus, der Rest der Crew machte klar Schiff und bunkerte Wasser. Nach einem kleinen Kuchensnack erkundeten wir den Ort, vornehmlich um die Möglichkeiten der Brötchenversorgung zu klären. Mit einem kleinen Umweg über den Strand an der Ostküste ging es dann bei leichtem Regen wieder zur Harmonie zurück, wo wir sogleich damit begannen, das Abendessen zuzubereiten.

    Während des Essens zog eine Regenfront über uns hinweg und der Wind heulte in den Wanten, draußen war es richtig ungemütlich – und drinnen sehr gemütlich. Der Fisch aus der Pfanne oder dem Ofen schmeckte sehr gut und jeder ist wohl mehr als satt geworden. Und so waren wir hinterher alle eher etwas träge und es ging bald ins Bett, wo wir beim Einschlafen weiter den Geräuschen des Windes lauschten.

    Verfasst von ob @ 22:00

2 Kommentare

WP_Cloudy
  • Klaus meint:

    Hallo liebe Crew der SY “HARMONIE”.

    es ist jetzt 18.30 Uhr, und Karin und ich hoffen, Ihr habt Euer heutiges Ziel
    gut und wohlbehalten erreicht. Einen guten Abend und einen weiteren herrlichen
    Segeltörn wünschen Euch allen, Karin und Klaus von der MS “ANDANTE”

  • Familie Koops meint:

    Wir haben den Reisebericht mit dem Atlas auf dem Tisch interessiert gelesen und sind schon gespannt, wie euer heutiger Tag gewesen ist. Tolle Fotos auch!
    Wir wünschen euch eine gute Nacht und einen wunderschönen Freitag!
    Viele Grüße von isabella, Josephine, franziska, david, Katharina und Waltraud

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