• 04Sep

    Thiessow (Rügen) – Neuhof

    DAS FotoWaren wir gestern Abend noch bei strömendem Regen in die Kojen gegangen, so begrüßte uns der Morgen mit strahlend blauem Himmel und gleichmäßigem Wind aus südlicher Richtung. Ein Teil der Crew nahm schon am frühen Morgen den langen Weg zum örtlichen Supermarkt auf sich, um frische Brötchen zu besorgen, dann gab es wieder das gewohnt reichhaltige Frühstück und wir entschieden endgültig, was wir am Vorabend schon ins Auge gefaßt hatten, nämlich nach Neuhof zu segeln.
    Wenn man Thiessow verläßt geht es zunächst durch einen sehr engen Tonnenstrich. Schon wenige Meter neben der Fahrrinne ist das Wasser nur noch einige Centimeter tief, man sieht den Grund, teilweise stehen Vögel dort. Dafür kann man den Anblick der Landschaft ringsum genießen, viel Natur und die Hügel zwischen Thiessow und Gager erinnern an Teletubbie-Land.
    Nach dem Verlassen des betonnten Fahrwassers im Rügischen Bodden erwartete uns stärkerer Wind und etwas mehr Welle, aber allles noch in sehr angenehmem Rahmen. Wir setzten die Segel und konnten in einem Schlag hart am Wind ohne zu kreuzen bis zur Palmer-Ort-Rinne segeln. Beim EInbiegen mußten wir abfallen und konnten mit halbem Wind bis hin zu leichten Am-Wind-Kursen dem Hauptfahrwasser bis zur Ansteuerung für unseren Zielhafen Neuhof folgen.

    Mit der grossen MatteDer Hafen Neuhof war zwar schon ziemlich voll als wir am frühen Nachmittag eintrafen, aber wir bekamen noch problemlos einen Platz. Nach einem Snack machten wir noch einen Spaziergang, mußten aber zunächst mal feststellen, daß außerhalb des Hafens eine abgemähte wüstenartige Kulturlandschaft auf uns wartete. Ein Versuch, zu den Wiesen und Hügeln der gegenüberliegenden Seite der Bucht zu gelangen schlug mangels Weges fehl und so entschieden wir, auf einem staubigen Feld abseits der Hochspannungsleitungen die Matten auszupacken und noch etwas Spaß mit dem Wind zu haben.
    Mit der Zeit frischte der Wind immer weiter auf, so daß selbst die kleine Matte ordentlich zog und die große bald unbeherrschbar wurde. Da am Horizont auch schon eine dunkle Wolkenfront zu sehen war, kehrten wir zur Harmonie zurück. Während ein Teil der Crew sich mit Lesen beschäftigte, hatten andere mit dem Putzen ihrer Schuhe (und Socken…) zu tun.
    Nach dem Abendessen war es schon dunkel draußen, die Wolken hatten sich ohne Regen verzogen und uns bot sich ein klarer Sternenhimmel dar. Wir saßen bei guten Gesprächen noch im Salon zusammen, bevor wir schließlich müde von einem weiteren schönen Segeltag in den Kojen verschwanden.

    Verfasst von ob @ 22:00

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