• Neuhof – Wieck/Ladebow – Greifswald/Holzteich

    Die CrewNoch ein Tag, der uns mit blauem Himmel begrüßte. Für drei Leute an Bord war der letzte Tag der Reise angebrochen. Wir ließen uns noch etwas Zeit mit dem Frühstück, dann ging es raus auf den Strelasund in Richtung Greifswald. Wir kamen gut voran, mußten nicht kreuzen und genossen die Sonne.
    Zu unserem Erstaunen erreichten wir Wieck noch pünktlich zur 13-Uhr-Brückenöffnung und konnten so, quasi als Vorgeschmack auf Morgen, mit diversen anderen Hanse-Yachten in Richtung Greifswald einlaufen. Wir machten aus logistischen Gründen noch eine Pause in Wieck/Ladebow, wo wir einige Dinge mit dem Vercharterer regelten, diverse Dinge von Bord brachten und die Bordkasse für die erste Woche auseinander rechneten.
    Abschließend fuhren wir die Harmonie noch zum Holzteich, wo der Crewwechsel stattfand und alles vorbereitet wurde für den direkt anschließenden HanseCup.

  • Thiessow (Rügen) – Neuhof

    DAS FotoWaren wir gestern Abend noch bei strömendem Regen in die Kojen gegangen, so begrüßte uns der Morgen mit strahlend blauem Himmel und gleichmäßigem Wind aus südlicher Richtung. Ein Teil der Crew nahm schon am frühen Morgen den langen Weg zum örtlichen Supermarkt auf sich, um frische Brötchen zu besorgen, dann gab es wieder das gewohnt reichhaltige Frühstück und wir entschieden endgültig, was wir am Vorabend schon ins Auge gefaßt hatten, nämlich nach Neuhof zu segeln.
    Wenn man Thiessow verläßt geht es zunächst durch einen sehr engen Tonnenstrich. Schon wenige Meter neben der Fahrrinne ist das Wasser nur noch einige Centimeter tief, man sieht den Grund, teilweise stehen Vögel dort. Dafür kann man den Anblick der Landschaft ringsum genießen, viel Natur und die Hügel zwischen Thiessow und Gager erinnern an Teletubbie-Land.
    Nach dem Verlassen des betonnten Fahrwassers im Rügischen Bodden erwartete uns stärkerer Wind und etwas mehr Welle, aber allles noch in sehr angenehmem Rahmen. Wir setzten die Segel und konnten in einem Schlag hart am Wind ohne zu kreuzen bis zur Palmer-Ort-Rinne segeln. Beim EInbiegen mußten wir abfallen und konnten mit halbem Wind bis hin zu leichten Am-Wind-Kursen dem Hauptfahrwasser bis zur Ansteuerung für unseren Zielhafen Neuhof folgen.

    Mit der grossen MatteDer Hafen Neuhof war zwar schon ziemlich voll als wir am frühen Nachmittag eintrafen, aber wir bekamen noch problemlos einen Platz. Nach einem Snack machten wir noch einen Spaziergang, mußten aber zunächst mal feststellen, daß außerhalb des Hafens eine abgemähte wüstenartige Kulturlandschaft auf uns wartete. Ein Versuch, zu den Wiesen und Hügeln der gegenüberliegenden Seite der Bucht zu gelangen schlug mangels Weges fehl und so entschieden wir, auf einem staubigen Feld abseits der Hochspannungsleitungen die Matten auszupacken und noch etwas Spaß mit dem Wind zu haben.
    Mit der Zeit frischte der Wind immer weiter auf, so daß selbst die kleine Matte ordentlich zog und die große bald unbeherrschbar wurde. Da am Horizont auch schon eine dunkle Wolkenfront zu sehen war, kehrten wir zur Harmonie zurück. Während ein Teil der Crew sich mit Lesen beschäftigte, hatten andere mit dem Putzen ihrer Schuhe (und Socken…) zu tun.
    Nach dem Abendessen war es schon dunkel draußen, die Wolken hatten sich ohne Regen verzogen und uns bot sich ein klarer Sternenhimmel dar. Wir saßen bei guten Gesprächen noch im Salon zusammen, bevor wir schließlich müde von einem weiteren schönen Segeltag in den Kojen verschwanden.

  • Lohme (Rügen) – Thiessow (Rügen)

    Der KönigsstuhlIn der Nacht zog eine Regenfront über uns hinweg und der Wind frischte merklich auf. Der Barometer-Graph zeigte um kurz nach fünf Uhr den niedrigsten Druck, danach stieg das Barometer das erste mal seit Tagen wieder, wenn auch nur um wenige hPa. Der Morgen begüßte uns zunächst noch mit grauem und regnerischem Himmel, später lockerte die Bewölkung auf. Im Hafen lagen wir vor dem strammen Westwind noch gut geschützt, draußen in der Bucht sah man aber schon einige Schaumkronen auf dem Wasser.

    Nach dem Frühstück kaufte Martin noch frische Schollen für den Abend, dann machten wir uns in wetterfester Kleidung bereit und liefen auch schon bald aus. Da Kap Arkona uns noch abdeckte waren die Wellen noch mäßig, zunächst liefen wir auf einem Raumschotskurs bei 20 Knoten Wind in Richtung der beeidruckenden Kreidefelsen von Rügen. Der Kaiserstuhl präsentierte sich ungewohnt ohne Nebel, Regen, Dunst und in erfreulicher Nähe in einem leichten Hauch von Sonne.

    Frische SchollenUm die Insel herum drehte der Wind etwas und so konnten wir mit einem Anlieger an Sassnitz vorbei in Richtung Nordperd segeln, dort ging es noch am Wind vorbei, bis wir schließlich durch die Landtief-Rinne kreuzen mußten. Nachdem wir die Untiefen umfahren hatten ging es in Richtung der Tonnen Thiessow und Zicker. Dort bargen wir das Groß und liefen unter Fock durch den Tonnenstrich nach Thiessow.

    Entgegen der Hoffnung, die die Angaben des Hafenhandbuches machten, hatte sich hier nicht so viel getan. Uns begrüßte noch immer der Fischereihafen, der dem Sportsegler nur bedingte Annehmlichkeiten zu bieten hat. Davon ließen wir uns aber nicht schrecken und legten trotzdem an. Martin und Martin nahmen die Schollen aus, der Rest der Crew machte klar Schiff und bunkerte Wasser. Nach einem kleinen Kuchensnack erkundeten wir den Ort, vornehmlich um die Möglichkeiten der Brötchenversorgung zu klären. Mit einem kleinen Umweg über den Strand an der Ostküste ging es dann bei leichtem Regen wieder zur Harmonie zurück, wo wir sogleich damit begannen, das Abendessen zuzubereiten.

    Während des Essens zog eine Regenfront über uns hinweg und der Wind heulte in den Wanten, draußen war es richtig ungemütlich – und drinnen sehr gemütlich. Der Fisch aus der Pfanne oder dem Ofen schmeckte sehr gut und jeder ist wohl mehr als satt geworden. Und so waren wir hinterher alle eher etwas träge und es ging bald ins Bett, wo wir beim Einschlafen weiter den Geräuschen des Windes lauschten.

  • Vitte (Hiddensee) – Lohme (Rügen)
    Die SY HarmonieFrisch geduscht und gut verpflegt verließen wir an diesem Morgen Vitte auf Hiddensee. Der Wind hatte auf südwestliche Richtungen gedreht und so konnten wir schon kurz nach der Ausfahrt noch im Tonnenstrich die Segel setzen. Mit guter Fahrt segelten wir um die Sandbänke, auf denen viele Seevögel zu sehen waren, dann zwischen Rügen und Hiddensee in Richtung Norden. Auf einem schönen Raumschotskurs ging es um Kap Arkona, von wo wir direkten Kurs nach Lohme anlegen konnten.

    Das Wetter war noch immer erstaunlich sonnig, auch wenn ein starker Abfall des Luftdrucks und die sich nachmittags bildende Dunst- und Wolkendecke nicht so viel Gutes ahnen lassen. Kurz vor der Einfahrt Lohme war noch ein Wrack verzeichnet, was wir leider trotz des klaren Wassers nicht sehen konnten – wir wollten doch nur überprüfen, ob die Angaben in der Seekarte auch wirklich stimmen…
    In Lohme angekommen begaben wir uns auf einen Bummel durch die Einkaufsmeile (drei Läden) – davor stand allerdings der Aufstieg über eine schier nicht enden wollende Treppe. Lange konnte uns das Angebot nicht fessel und so gingen wir zurück an Bord.
    Im Hafen kamen immer wieder Besucher, die die Reste des Abgangs der Steilküste bewundern wollten, was so richtig allerdings nur vom Boot geht. Erstaunt beobachteten wir, wie einige sogar zwischen dem Geröll herumkletterten und als Andenken große Steine mitnahmen.
    Einem Tipp folgend besuchten wir zum Abendessen das Restaurant Daheim in Lohme, wo wir sehr guten Fisch zu äußerst fairen Preisen bekamen – und eine Menge davon! Draußen regnete es mittlerweile, aber das störte uns kaum. Unser Rückweg war halbwegs trocken und der nächste Schauer setzte erst ein, als wir gemütlich unter Deck zusammen saßen und berieten, wohin uns die morgige Etappe führen sollte.

  • Stralsund – Vitte (Hiddensee)

    Martin und MartinFast schon unerwartet begrüßte uns der heutige mit immernoch blauem Himmel und schöner Sonne. Da die Etappe nicht so lang war begannen wir den Tag gemütlich. Die Duschen in Stralsund dämpften Spaß durch ihre Technik: Am Automaten (im Vorraum) Dusche auswählen, dann die Anzahl der Minuten auswählen. Pro Minute werden 30 Cent von der Karte abgebucht. Die Zeit läuft sofort los, es gibt keine Pausen-Taste. So erzeugt man Streß.

    Das Frühstück fiel gewohnt üppig aus, dann brachen wir auf. Schon kurz nach Verlassen des Hafens in Stralsund setzten wir die Segel und liefen mit Raumen bis Halbem Wind durch das Fahrwasser zwischen Rügen und Hiddensee. Der Wind bließ kräftig, durch die Landabdeckung machten wir aber ohne Welle sehr gute Fahrt. Martin (der Neue) meisterte die enge Fahrrinne trotz gelegentlichen Gegenverkehrs problemlos.
    Nach dem Einlaufen in Vitte auf Hiddensee war der Hafenmeister zunächst noch in der Pause und so machten wir einen kleinen Inselrundgang. Knapp nördlich des Hafens fanden wir auch eine hübsche Wiese, auf der wir die beiden Kites fliegen lassen konnten – bei dem kräftigen Wind heute, auch wenn er nachmittags etwas nachließ, war das durchaus ein sportliches Event.
    Als wir Essen bereiteten hatten wir noch einen kurzen Besuch von einem Vereinskameraden aus der SV03.

« Previous Entries   

Recent Comments

  • 1A! Hoffe, Ihr bekommt doch noch etwas besseren Wind und br...
  • Hey, klingt ja super! Allen noch viel Spaß! LG aus Berlin...
  • Hach, nachdem die Berichterstattung diesmal während des Tö...
  • Hallo liebe "HARMONIE" Crew, wir wünschen noch einen net...
  • Na, dann eine letzte gute Nacht an Bord und gute Rückreise!...